Dungeon Drop! – nun zu etwas ganz anderem…

Lese Zeit: 5 Minuten

Dungeon Drop (2020) ist ein Mitbringsel von der Spiel 2021, eine kleine Schachtel in Würfelform von Phase Shift Games (Designer: Scott R. Smith).

Diese Messe-Entdeckung ist ein Dungeon Crawler der etwas anderen Art: Mit einem einzigen Wurf wir ein Dungeon erstellt und dann gelootet… Ja, wirklich!

Spielinhalt

Das Spiel kommt in einer etwas ungewohnt geformten Spielschachtel daher, nämlich in einem Würfel. Damit ist das Thema aber auch bereits schon gesetzt.

In dem Würfel befinden sich erst einmal eine Reihe quadratischer Karten: Charakterkarten, Klassenkarten und Questkarten, dazu noch die Spielregeln: einmal fürs normale (kompetitive) Spiel, einmal für den Solo-Modus.

Und dann gibt´s da noch – wer hätt´s gedacht? – jede Menge Würfel!

Es handelt sich aber dabei nicht um Würfel mit Augenzahlen, sondern um verschiedene kleine Würfelchen aus unterschiedlichen Materialien und in unterschiedlichen Farben.

Spielschachtel in passender Würfelform, niedlich bedruckt.

Ein Dungeon aus kleinen Würfeln

Die kleinen Kuben bilden nun den Dungeon. Wie? Ganz einfach: Sie werden zu Beginn des Spiels direkt aus der Schachtel auf den Tisch geworfen! So einfach ist das! Ein Streusel-Dungeon sozusagen…

(Man muss natürlich etwas Acht geben, damit die kleinen Würfel dabei nicht alle auf den Boden purzeln. Zu diesem Zweck haben die findigen Designer gleich auch eine praktische, wenn auch etwas teure Erweiterung mitverkauft: Die Ummauerung des Dungeons aus hübschem Karton sorgt dafür, dass der Dungeon sich in Grenzen hält.)

Die grauen Plastikwürfel stellen nun die Säulen bzw. Eckpunkte des Dungeons dar.

Die grünen Holzwürfel sind Goblins und Oger, der große rote Holzwürfel ist ein Drache.

Violette Würfel sind Heiltränke, halbdurchsichtige Glitter-Würfel sind Zauberschilde.

Goldene Würfel stellen Gold dar… Nun ja.

Und die drei durchsichtigen Farben weiß, blau und rosa bilden die Edelsteine, die es zu plündern gilt.

Und die kleinen Schlüssel schließlich passen zu den hölzernen Truhen: Am Ende werden Paare gebildet und die Truhen gewürfelt: Deren Augenzahl bringt Punkte.

Wie wird gespielt?

Zu Beginn erhält jeder Spieler eine Charakterkarte und eine Klassenkarte, die jeweils eine Sonderfähigkeit enthalten, von denen im Spielverlauf immer genau eine pro Zug eingesetzt werden kann. Diese Karten liegen offen sichtbar vor den Spielern aus.

Die Questkarten schließlich bleiben vor den Mitspielern verborgen: Sie geben dem Spieler einen individuellen Schlüssel an die Hand, nach dem am Ende die erbeuteten Schätze gewertet werden.

Die Würfel werden nach Größen getrennt, und die kleinen in die eine Hälfte der Spielschachtel gegeben, von wo sie auf den Tisch geworfen werden (übrigens inklusive Drachen, das ist der einzige große, rote Würfel): Dungeon fertig.

Ab jetzt werden drei Runden gespielt:

Die größeren Würfel kommen nun in die andere Hälfte der Schachtel. Aus ihnen zieht jeder Spieler, wenn er an der Reihe ist, ein Anzahl Würfel, die er nun ebenfalls in den Dungeon wirft.

Das ist die erste Aktion eines Spielers.

Dann darf der Spieler eine seiner Sonderfähigkeiten einsetzen, die ihm meist erlauben, den Dungeon noch einmal auf irgendeine Weise zu manipulieren. Das ist seine zweite Aktion.

Und als dritte Aktion darf der Spieler dann endlich looten, also den Dungeon plündern!

Er sucht sich drei graue Würfel (Säulen) aus, die er vor seinen Mitspielern benennt. Dann darf er alle Würfel, die sich innerhalb des so festgelegten Dreiecks befinden, aus dem Dungeon nehmen und in seinen Spielbereich legen: Schätze werden gesammelt, Gegner (Goblins oder Oger) werden auf die Lebenspunkteleiste gelegt.

Zu beachten ist, dass nur eine gewisse Anzahl von Gegnern aus dem Dungeon genommen werden darf: Die Leiste mit den Lebenspunkten darf nie voll werden, denn in diesem Spiel sterben die Charaktere nie!

Schätze werden gesammelt, die Gegner (hier Goblins) kosten Lebenspunkte.

Und schon ist der nächste Spieler an der Reihe:

Weitere Würfel werden in den Dungeon geworfen, eine Sonderfähigkeit wird eingesetzt, dann wird gelootet.

Heiltränke helfen dabei, die Lebenspunkteleiste wieder frei zu kriegen, und Zauberschilde erlauben den Spielern, selbst den Drachen aus dem Dungeon zu entfernen.

Nach drei Runden kommt es schließlich zur Wertung:

Die Truhen werden gewürfelt, die Questkarten aufgedeckt und entsprechend werden die anderen Schätze zusammengezählt. Wer die meisten Punkte hat, gewinnt.

Ein kleiner, schneller Dungeon…

Klein und fein

Dungeon Drop ist ein kleines Spiel für Zwischendurch, eine Party-Aufwärmer oder ein Absacker. Auf keinen Fall füllt es einen ganzen Abend.

Aber auf jeden Fall füllt es einen ganzen Spieltisch, und es macht immer Spaß, mal wieder etwas völlig Neues zu spielen!

Mit der „Teamwork“-Variante können die Spieler auch noch Zeitdruck in die Partie einbringen, eine Reihe weiterer Minierweiterungen gab es zusätzlich auf der Messe! Pandemiebedingt ist das Spiel zur Zeit im Handel etwas schwer zu kriegen, wer es findet und Interesse hat, sollte zugreifen!

Denn Dungeon Drop ist allein aufgrund seiner Einzigartigkeit schon eine Empfehlung. Dass das Spiel auch noch Spaß macht, ist dann fast ein schöner Bonus…,

Verschiedene Spielmodi sorgen für Abwechslung…

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