Klein, aber Oho!: MazeScape

Lese Zeit: 4 Minuten
  • Verlag: Devir, Designer: Pablo Céspedes, Victor Hugo Cisternas, Grafik: Ivana Gahona
  • 1 Spieler, 5-90 Minuten, ab 8 Jahren

Escapespiele sind ja mittlerweile bei fast jedem angekommen: Rätsel lösen, Aufgaben erfüllen, Ziele erreichen: so weit, so klar.

Was aber ist ein MazeScape-Spiel?!?

Spielinhalt: Regelhefte, Stift und 7 Labyrinthe

Das kleine Messe-Fundstück aus Spanien besteht – abgesehen von der wunderschönen Schachtel – nur aus ein paar bedruckten Blättern Papier und einem Bleistift, der keiner ist und der nicht schreibt: Genial!

Wie der Name vermuten lässt, muss man aus einem Labyrinth entkommen.

Jeder kennt die Labyrinthe in den Rätselheften am Kiosk: Man findet den Ausgang, indem man mit dem Stift eine Linie vom Startpunkt bis zum Ziel ins Labyrinth malt. Ein schöner, kleiner Zeitvertreib für Rätselheftfans.

Nun, so etwas ähnliches ist auch MazeScape, nur dass der Erfinder des Labyrinths sich mit M. C. Escher zusammengetan hat und nun keine Linie mehr geradewegs nur dahin führt, wo man zuerst denkt!

Aber der Reihe nach

Die Spielschachtel enthält insgesamt sieben verschiedene Labyrinthe, die im Schwierigkeitsgrad langsam aufeinander aufbauend zunehmen. Außerdem gibt´s die Regeln in fünf Sprachen (Englisch ist dabei, Deutsch leider nicht) und wie gesagt einen Stift, der keiner ist: wie ein normaler Bleistift geformtes Plastik, aber ohne Mine.

Der Clou bei der Sache: Die Labyrinthe sind jeweils auf beiden Seiten eines Blattes aufgemalt, an beiden Seiten auch zum Teil eingeschnitten und schließlich mehrmals gefaltet. So ergibt sich erst einmal das kleine Format der gefalteten Bögen, wie sie in der Schachtel liegen (9x15cm).

Zu Beginn wird der Bogen einmal aufgefaltet: Das ist die „Startaufstellung“.

Labyrinth Nr. 1: Die Startseite!

Um nun vom Startpunkt zum Ziel eines Labyrinths zu gelangen, muss man mit dem Stift wie üblich der Linie folgen. Allerdings führt diese nicht direkt zum Ziel! – Man muss erst einmal das Blatt auffalten und von neuem – auf andere Weise – auch wieder zufalten, um den Weg zu finden und schließlich zum Ziel zu gelangen!

Um das Ganze noch etwas schwieriger zu machen – für Fortgeschrittenen sozusagen – haben die Spieldesigner in den Labyrinthen noch allerhand Dinge versteckt, die man entdecken kann: So kann man Schalter betätigen, um Lampen anzuzünden, Schlüssel, um Türen zu öffnen und Schätze sammeln. (Diese man muss die angegebenen Gegenstände in der entsprechenden Reihenfolge passieren, um ihre Effekte auslösten zu können…)

Wer mag, kann auf der Rückseite des Regelhefts dann auch noch seine persönlichen Rekorde aufzeichnen: Erst einmal natürlich die Bestzeit, in der das Labyrinth gelöst wurde, dann auch die Anzahl der Schätze, die man gesammelt hat, und schließlich alle weiteren bestandenen Aufgaben.

Das Spiel ist natürlich kein Abendfüller und nur solo spielbar. Aber für eine kleine, anregende Partie zwischendurch ist es dennoch sehr zu empfehlen. Vor allem, wenn man auf Rätsle und Labyrinthe steht!

Labyrinth Nr. 1: der innere Teil des Blatts…

Schachtel und Design

Die wunderschön gestaltete Schachtel mit ihrem magnetischen Verschluss zeugt von der Liebe, die in dem Projekt steckt. Und die Zeichnungen der Labyrinthe sind einfach, hübsch und schön! Drei verschiedene Welten sind in den sieben Aufgaben-Blättern enthalten: Wasser, Wüste und Gebirge, Abwechslung ist also auch noch vorhanden.

Und der Schwierigkeitsgrad hat es tatsächlich in sich! Während ich mit den ersten vier Labyrinthen überhaupt keine Probleme hatte, (die ersten beiden waren quasi ein Spaziergang zum Kennenlernen,) so stecke ich nun im fünften Labyrinth tatsächlich fest! Es ist unglaublich, aber die Einschnitte auf dem Faltblatt sind nun anders angeordnet, und ich krieg meinen Kopf nicht drum herumgewickelt!

Und das ist eine Herausforderung, die kann ich nicht auf mir sitzen lassen…

Auf dem Score-Board können die persönlichen Erfolge festgehalten werden…

Der Wiederspielwert ist wohl vergleichbar mit dem eines Rubiks-Cubes:

Selbst, wenn man einen Durchgang einmal gelöst hat, jedes weitere Mal ist wieder eine Herausforderung für sich. Und selbst, wenn alle Aufgaben erledigt und alle Schätze eingesammelt sind, die eigene Bestzeit kann man immer verbessern!


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