The Last Stand – Shadows of Brimstone, Folge 3

Shadows of Brimstone Spielschachtel
Lese Zeit: 5 Minuten

The Last Stand – (City of The Antients Mission 3, Targa Adventure Book)

was bisher geschah…

meta:

  • Alexander N´Yosi: HP23, SP17, Indian Scout Level 4, Lantern, Carabine, Indian Hatchet, Trusty Pistol, Void Canary
  • Sebastian Corbin: HP23, SP15, Preacher Level 4, Judgment Sermon “Weaken”, „Smite“, Blessing Sermon “Heal” und “Foresite”, Knife, Axe

Verloren in den Tiefen Mine

Es war wie verhext! Wo war nur der Ausgang aus diesem Labyrinth? Sie waren doch nicht mehr als drei-, vier-, vielleicht auch sechsmal abgeboben, es musste hier doch irgendwo einen Weg an die Oberfläche geben!
Alexander N´Yosi, der Indian Scout, war sonst eigentlich immer unfehlbar, wenn es darum ging einen Weg zu finden. Jetzt aber schien er verwirrt und unsicher zu sein, was dem Priester Sebastian Corbin beinahe noch mehr Sorgen bereitete, als die Tatsache, dass sie seit Stunden nichts mehr gegessen hatten.
Und jetzt wurden auch noch Geräusche in der Ferne hörbar: ein Schlurfen, ein Zischen. Diese eigenartigen Töne gehörten gewiss nicht in diese Umgebung, unter Tage, tief im Berg.

Ein harmloser Schlangen Schamane

Als die Kreatur in der Schwärze des Schachts endlich sichtbar wurde, trat N´Yosi unwillkürlich einen Schritt zurück. Ein gelblich grüner Torso kam ihnen mit unnatürlicher Geschwindigkeit entgegen. Der Kopf des Wesens war mit dem Schädel eines Tiers und einer Federkrone geschmückt, in der Hand schwenkte es einen Stab, der das gleiche Ornat trug. Im flackernden Dämmerlicht der Laterne, die an der Wand hing, wirkte es kurz, als kämen zwei Kreaturen auf die Gefährten zu, und nicht nur eine einzelne.
Doch was das Wesen wirklich zu einer unheimlichen Erscheinung machte, war der schlangenförmige Rumpf, mit dem es sich so rasch bewegte: Ein Schlangenmensch!
Und dieser Schlangenmensch war ihnen sehr offensichtlich nicht freundlich gesonnen! (Wann gab es in diesen Minen auch je eine freundliche Begegnung?!) Magische Blitze zuckten um den Schamanenstab in der Hand der Kreatur und die Zischlaute aus ihrem Maul beschworen die Mächte des Void!
Bevor das Wesen seinen Zauber jedoch vollenden konnte, hatte N´Yosi ihm bereits mit seiner langen Flinte zwei Kugeln in die weiche Brust gejagt, und Alexander Corbin, der Priester, der nun auch endlich von seinem Abstecher um die nächste Ecke zurück gekeucht kam, hatte mit einem Angriffs-Sermon gleich einen drauf gesetzt.
Der Schlangenschamane setzte zwar noch zu einem Hieb an, hauchte aber sogleich sein Leben aus und tat keinen weiteren Schaden mehr.

Verschnaufpause?

Die beiden Helden blickten einander fragend an: Was sollte das nun gewesen sein? Eine einzelne Kreatur hier in den Tiefen der Mine, ein einzelnes Wesen, das sie angriff? Und jetzt war Ruhe? Das war schwer zu glauben.
Der Indianer setzte sich auf einen Felsbrocken und inspizierte einen Kratzer, der er sich offenbar zugezogen hatte: Zum Glück war er nicht entzündet.
Doch sie mussten hier immer noch raus! Und wo ein Ungeheuer war, ließen weitere selten auf sich warten.

Widerwärtige Schönheiten: Hellfire Succubi

Die nächsten Angreifer fühlten sie in den Tiefen ihrer eigenen Eingeweide, noch ehe sie sie zu Gesicht bekamen. Ein Verlangen nach körperlicher Lust überwältigte die beiden Männer, sodass sie kaum an sich halten konnten. In ihren Köpfen machte sich ein schaurig schöner Sirenengesang breit, und der Priester wies die lüsternen Blicke seines sonst sehr heterosexuellen Freundes mit einer magischen Ermahnung von sich und wappnete sich selbst gegen das, was nun kommen musste:
Die feurigen Grazien waren so schrecklich wie schön anzusehen und nur mit äußerster Kraftanstrengung gelang es den beiden Männern, dem Drang zu widerstehen, einfach aufzugeben und sich den Wesen als willige Opfer darzubieten. Wallendes Haar, lange Beine, wunderbar anmutig geformte Brüste, die perfekte Figur… abgesehen von den Hufen, welche sie anstelle von Füßen besaßen, und den Hörnern auf den Köpfen waren diese Frauen perfekt!
Sebastian Corbin schüttelte sich, was dachte er da?! Das waren keine Frauen, das waren Teufel! Diese niederen Wesen aus einer fernen Höllenwelt würden ihnen bei lebendigem Leib das Fleisch von den Knochen fressen, wenn es ihnen nicht gelang, sie unschädlich zu machen!
Der Donner seines ersten Sermons riss auch den Scout aus seiner Erstarrung: Alexander N´Yosi betete zu all seinen Vorfahren zugleich, während er mit Revolver und Tomahawk versuchte, sich die Bestien vom Leib zu halten.
Schließlich gelang es ihnen auch, aber nur sehr langsam, und nun wankten bereits weitere Gestalten den Gang entlang heran!

Immer mehr Feinde

Zuerst kam eine Metallfigur auf die Gefährten zu gekrabbelt. Sie bewegte sich wie ein zu großer Käfer auf vier schweren Beinen, ein lebloses Konstrukt aus Eisen und Feuer aus den frostigen Weiten von Targa. Was für ein seltsamer Gegensatz zu den feurigen Höllengrazien!
Dann war wieder das bekannte Zischen zu hören, das nur Schlangenmenschen von sich gaben, nur diesmal kamen sie in viel größerer Zahl.
Zu alldem mischte sich auch noch eine Gruppe mutierter Menschen in den Kampf, der immer mehr zur Schlacht wurde. Die den beiden Abenteurer kämpften nun doch um ihr Leben, doch dieser Gegner kam ihnen noch aus der letzten Geschichte sehr bekannt vor: Es waren Mitglieder der unsäglichen Scafford Gang.
Diese hatten diesmal auch noch einen Anführer dabei, den berüchtigten Dead Eye Jab, der selbst mit seinem einen verbleibenden Auge eine Treffsicherheit an den Tag legte, die sich viele Revolverhelden des Westens mit zwei Augen gewünscht hätten.

So brandete Welle um Welle von Gegnern auf N´Yosi und Corbin ein, das Gemetzel schien kein Ende zu nehmen. Jeder Hieb, der einen Feind verfehlte, bedeutete einen Stich, eine Kugel, einen Schaden, der die Deckung der Freunde durchdrang, und Schweiß und Blut vermischten sich zu einer klebrigen Schicht, die bald ihre gesamte Kleidung bedeckte.

Eigentor

Als aus einem Hinterhalt auch noch eine Gruppe von Trederrianischen Legionären in angriff, verlor der Priester die Beherrschung und schleuderte eine Stange Dynamit in die sich rasch nähernde Gruppe. Dabei traf er aber dummerweise die Wand, das Unglückszeug flog zurück und fiel N´Yosi direkt vor die Füße, bevor es detonierte.
Ein paar der Angreifer waren ebenfalls niedergestreckt, doch immer noch kamen weitere, und N´Yosi konnte sich nach diesem Patzer des Priesters kaum noch auf den Beinen halten. Bandagen und Heilungszauber hielten ihn notdürftig aufrecht, doch er würde mehr als einen Arzt und viel Glück brauchen, um hier überhaupt noch heraus zu kommen.
Als hätte der Himmel sie erhört, entstand mit einem Mal eine kleine Pause in dem unablässigen Getöse des Gefechts, weil es nun sehr langsam schlurfende Zombies waren, die ihnen das blinde Schicksal entgegen warf. Sebastian und Alex sammelten sich kurz und stählten sich für diese letzte Welle.
Der Endkampf sollte auch kein Problem mehr sein bei dieser relativ geringen Menge an langsamen, untoten Körpern, die auf sie zuwankten. Die Gefährten schienen über den Berg zu sein.
Doch da tat sich buchstäblich der Boden unter ihren Füßen auf, und plötzlich schlossen sie Massen von Untoten von allen Seiten ein! Verzweifelt wie nie hieben und feuerten und predigten die Helden um ihr Leben. Wäre der Priester nicht seines Glaubens wegen von Natur aus im Vorteil gegen diese Kreaturen gewesen, es wäre wahrscheinlich das Ende der Abenteurer gewesen.
Alexander Corbin jedoch, Prediger der Lehren von Jesus, Abraham und Ukthah, warf das untote Geschmeiß Sermon um Sermon rezitierend zurück in die Hölle, aus der es entstiegen war.

Der Weg an die Oberfläche

Als der Spuk irgendwann tatsächlich vorbei war, musste Corbin seinen bewusstlosen Freund mit einer Schubkarre nach draußen schleppen.
Nachdem der Angriff vorüber gewesen war, hatte sich der Minenausgang wie von Zauberhand gezeigt, als hätte ein unheilvolle Macht die ganze Zeit über versucht, ihn und den Indianer in der Schwärze des Berges für immer zu begraben.
Doch das war nun vorbei. Sebastian und Alex waren entkommen.
Es würde zwar eine Weile dauern, bis sie sich erholt hatten, aber eines war sicher: Wenn selbst die namenlose Dunkelheit sie nicht besiegen konnte, dann konnte ihnen nichts mehr jemals wirklich im Wege stehen!
Ihr nächstes Abenteuer würde deshalb nicht so knapp ausgehen, sie würden vielmehr in Glanz und Glorie siegen! Das zumindest erwartete Sebastian Corbin für ihr nächstes Abenteuer…


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