Deep Madness – Horror In der Tiefsee

Lese Zeit: 6 Minuten

1-6 Spieler, 90-120 Minuten, ab 14 Jahren

Dimension Games; Spiel-Designer: Roger Ho

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Schon vor ein paar Jahren habe ich bei Kickstarter das Horrorspiel Deep Madness gebackt und erstanden. Ich habe es damals auch sofort ausprobiert und war begeistert! Dann aber kamen immer mehr Spiele, weitere Spiele und mehr Spiele, und für lange Zeit verschwand die Box im Regal.

Jetzt endlich aber habe ich Deep Madness wieder hervorgeholt und auch mit Genuss gespielt!

Thema

In Deep Madness spielen wir eine Gruppe von Forschern, Abenteurern und Wissenschaftlern, die zu einer Unterwasser-Forschungsstation gerufen werden, um dort seltsame Vorkommnisse zu untersuchen und nach dem Rechten zu sehen.

Noch bevor wir dort allerdings ankommen, gerät unter U-Boot in massive Schwierigkeiten: Wir stürzen ab.

Als wir wieder erwachen, befinden wir uns in der Eingangsschleuse der Kadath Tiefseestation. Die Wände sind blutverschmiert und keine Menschenseele ist zu sehen. Wie durch ein Wunder sind wir unverletzt. Doch sogleich bemerken wir, dass der Sauerstoff in der Station immer dünner wird.

Und schon sind wir mitten im ersten Szenario des Spiels.

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Regelheft: Kapitel 1 – Einleitung und Aufbauanleitung

Story und Kampagne

Deep Madness ist ein kooperatives Spiel für 1 bis 6 Helden. In jeder Session spielen wir eine Szene aus der Geschichte der Tiefseestation Kadath, die nach und nach eine zusammenhängende Geschichte ergeben. Die Szenarien lassen sich allerdings auch problemlos einzeln spielen, da keine Effekte vom einen zum nächsten Abschnitt übertragen werden.

Die einzelnen Szenen spielen dabei in einer Welt, deren Logik mehr und mehr im Wahnsinn versinkt. Während wir uns durch die Räume kämpfen, durch geflutete Abschnitte der Station tauchen und versuchen, die beschädigten Einrichtungen dieses Metallkolosses auf dem Meeresgrund wieder in Gang zu bringen um nicht an unserer Umwelt zugrunde zu gehen, werden wir von unsäglichen Schrecken heimgesucht und von grauenhaften Monstern gnadenlos gejagt.

Nur mit vereinten Kräften, starken Nerven und einer guten Portion kluger Taktik haben wir auch nur den Hauch einer Chance, lebend aus dieser Hölle zu entkommen.

Spielaufbau

Jedes Szenario beginnt mit einer stimmungsvollen Einleitung, gefolgt von einer detaillierten Aufbauanleitung für die aktuelle Mission sowie deren spezielle Sonderregeln.

Auf dem modularen Spielplan stellen wir nach Vorgabe unsere Heldenminiaturen auf und legen die Missionsmarker aus. Neben dem Spielplan erhält jede Szene einen Rundenzähler sowie eine Initiativeleiste, nach welcher Helden und Monster in einer festgelegten Reihenfolge aktiviert werden.

Die Helden sind mit Statkarten ausgestattet, auf denen geistige und körperliche Gesundheit angegeben sind, wie auch ihre individuellen Sonderfähigkeiten. Manche Helden kommen auch bereits mit Startgegenständen ins Spiel.

Spielablauf

Am Anfang des Spiels sind die Helden meist noch ziemlich allein auf dem Spielfeld, das aber ändert sich schnell.

Nach Vorgabe des Rundenzählers werden nämlich Spawnkarten gezogen und in zufällig bestimmten Räumen Monster gespawnt (aufgestellt). Ab nun spielt der Initiativtrack eine Rolle, denn ergibt vor, welche Miniatur(en) auf dem Spielplan in der Aktivierungsphase als nächstes aktiviert wird (werden).

Im Falle von Monstern erfolgt die Aktivierung entsprechend der jeweiligen Monster-Statkarten: Mit ihrer Hilfe werden die Ungeheuer einfach und effizient vom Spiel selbst gesteuert. Angriffe und Verteidigung erfolgen automatisch, Schaden wird mit Markern festgehalten und Spezialeffekte werden entsprechend der Kartentexte abgehandelt.

Für die Helden auf der anderen Seite geht es ums Ganze:

Angriffe und Verteidigung erfolgen auf Heldenseite mit Würfeln, die ihrerseits durch Karten (Gegenstände, Waffen, Medaillons) modifiziert werden können.

Sie dürfen auf dem Weg zu ihren Missionszielen zunächst einmal bloß nicht sterben, was allein schon schwierig genug ist. Zu den Horden von Gegnern, die ihnen auf dem Feld entgegentreten, gesellt sich aber schnell auch noch handfester Wahnsinn, der durch Karteneffekte zu bestimmten Zeiten auf die Helden gespielt wird. Dieser Wahnsinn sorgt dafür, dass auch einfache Handlungen plötzlich schwierig werden und der Kampf ums Überleben zu einer echten Herausforderung wird.

Stirbt auch nur ein einziger Held, ist das Spiel verloren.

Schaffen wir unsere Missionsziele nicht, ist das Spiel auch verloren.

Und sind so viele Monster auf dem Spielfeld, dass wir keine weitere Miniaturen mehr aufstellen können, dann sind wir überrannt und dann – erraten – ist das Spiel verloren.

Stimmung

Deep Madness lebt aber nicht nur vom Stress, den der unaufhörliche Ansturm der Monster bei den Spielern auslöst. Der Horror entsteht vielmehr durch die hervorragend geschriebenen Kartentexte auf den Bewusstseins- und Wahnsinnskarten, die uns im Laufe der Zeit nicht nur Wahnsinnsmarker zufügen oder auch mal Boni geben:

Sie beleuchten auch noch blitzlichtartig den Hintergrund der Geschehnisse auf der Kadath-Station. So erfahren wir nach und nach, was hier eigentlich schief gegangen ist…

Dieser Effekt erinnert an die Logeinträge, die wir bei manchen Computerspielen (häufig bei Egoshootern) an gewissen Storypunkten entdecken können: Sie sorgen für den nötigen Fluff, die Stimmung, die uns dazu antreibt, weiterzuspielen und mehr zu erfahren.

Obwohl diese Karten bei Deep Madness durch gewisse Trigger im Spiel eher zufällig ins Spiel gebracht werden, ergeben sie insgesamt doch ein relativ klares Bild der jüngeren, schrecklichen Vergangenheit der Forschungseinrichtung.

Diese will ich an dieser Stelle aber jetzt mal ausnahmsweise nicht spoilern… ;-P

Komponenten

Die Spielplan-Tiles und Tokens sind aus festem Karton gefertigt, mit schönem Druck und griffiger Oberfläche versehen. Auch die Spielkarten sind durchwegs ansprechend designet.

Den wichtigsten „Bling“-Effekt im Spiel aber machen mit Sicherheit die Miniaturen aus.

Die Sculpts sind nicht nur hochwertig und detailliert, sie sind auch thematisch mehr als gelungen: Wirklich grausig und schrecklich vermengen sich bekannte körperliche Formen zu Fleischbergen und monströs entstellten Haufen von Gliedmaßen. Die Menge, in der diese Miniaturen dann auch noch auf dem Spielbrett auftauchen, trägt ein Übriges zur schaurigen Wirkung bei.

Eine Fotogalerie zu meinen bemalten Deep Madness-Figuren findet ihr übrigens hier:

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Miniaturen-Galerie Deep Madness

Aktuell

Am 26. Oktober 2022 wurde nun die dritte Edition des Spiels auf Kickstarter abermals mit knapp 4500 Unterstützern erfolgreich finanziert.

Deep Madness hat also eine ganze Reihe von Fans, und auch ich habe bei diesem Kickstarter wieder mitgemacht, vor allem um mir endlich den deutschen Kartensatz und vielleicht auch ein paar neue Minis zu sichern.

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Im Zuge meiner letzten paar Spiele habe ich dann auch beschlossen, ein Regelvideo zu produzieren, das ich euch hier auf YouTube verlinke:

Link zum Youtube Video: Setup und Spielregeln zum Brettspiel Deep Madness

Und außerdem habe ich auch noch ein Playthrough aufgenommen, das ich euch, sobald es fertig geschnitten ist, ebenfalls hier zur Verfügung stelle:

Link zum Youtube Video: Solo Playthrough von Deep Madness

So erhaltet ihr auch noch einen detaillierten Eindruck, wie das Spiel gespielt wird und wie es sich anfühlt.

Ich jedenfalls kann es kaum erwarten, mich wieder nach Kadath zu begeben und noch weiter und tiefer in diese gruselige Geschichte einzudringen! Wohlige Schreckensschauer sind garantiert…


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