Pandemic – Schnelles Einsatzteam

Lese Zeit: 5 Minuten

Z-Man Games; Autor: Kane Klenko, Illustrationen: Atha Kanaani;

2-4 Spieler; ab 8 Jahren; Spielzeit ca. 20-30 Minuten


Wer dachte, mit Pandemic wäre es nach drei Staffeln Legacy nun endlich vorbei, der hat sich verrechnet, denn die Reihe hat noch einiges mehr zu bieten! Und alles, so scheint es jedenfalls, was Z-Man Games anfassen, wird auch wirklich gut!

Spielinhalt: Pandemic – Schnelles Einsatzteam

Schnell? Schneller!

Das schnelle Einsatzteam hat seinen Namen wirklich verdient. Das Spiel hat mit dem bekannten Pandemie-Spiel vor allem das Thema und ein wenig auch die Grafiken gemein, ansonsten ist es ein wirklich eigentständiges Spiel mit einem ganz eigenen Spielerlebnis.

Ganz zuerst einmal ist Pandemic – Das schnelle Einsatzteam ein Echtzeitspiel. Das bedeutet, dass vom ersten Moment an die Uhr tickt, bzw. die Sanduhr läuft. Stress ist also schon mal vorprogrammiert.

In diesem Spiel befinden wir uns in einem Flugzeug, ausgestattet mit Labor, Wasseraufbereitung und allerhand Möglichkeiten zur Herstellung der Güter, die in den Krisenherden der Welt so benötigt werden.

Wenn wir an der Reihe sind, dürfen wir unsere sechs Würfel werfen und die Symbole auf ihnen für Aktionen einsetzen: Wasser filtern, Verbandmaterial herstellen, Impfungen entwickeln, Nahrung aufbereiten und Energie bereitstellen. Haben wir die benötigte Anzahl Würfel in einem dieser Räume ausgegeben, so dürfen wir die hergestellten Güter in den Frachtraum verlagern, von wo aus sie dann wieder mit einer eigenen Aktion über der Stadt, die sie benötigt, abgeworfen werden können.

Die Produktion dieser Güter erzeugt aber Müll, auch das wird mit eben jenen Würfeln dargestellt, die zuvor am Herstellen der Waren beteiligt waren. Zu viel Müll (wenn der Müllraum voll ist und noch mehr dazu käme) ist dann auch ein Weg, das Spiel zu verlieren.

Gewinnen können wir, indem wir alle ausliegenden Städte in der gegebenen Zeit mit den verlangten Gütern versorgen.

Die Krux mit der Sanduhr

Im eigenen Zug würfelt man also erst einmal die eigenen sechs Würfel: ein beliebiges Symbol kann für die Bewegung von Raum zu Raum ausgegeben werden, die anderen müssen im jeweiligen Raum zu den gewünschten Produktionsvorgängen passen. Die Möglichkeit zum Neuwerfen ist in der Regel auf insgesamt zwei Mal für beliebig viele Würfel begrenzt.

Sind alle Würfel verbraucht, ist der nächste Spieler mit seinen sechs Würfeln an der Reihe.

Es kann und soll zusammengearbeitet werden: Es können zum Beispiel auch verschiedene Spieler in einem Raum sich an der Herstellung einer einzigen Ware beteiligen. Doch solange die Erzeugung noch andauert und nicht abgeschlossen ist, stehen auch die eingesetzten Würfel nicht zu Verfügung. Das sorgt für knifflige Entscheidungen.

Spielaufbau für vier Spieler

Die eigentliche Spannung aber rührt von der Sanduhr her, die auf dem Spielfeld herumsteht und unerbittlich abläuft. Ist die Zeit durch, wird der aktuelle Zug sofort unterbrochen und eine neue Stadt mit neuen Bedürfnissen wird am Spielfeldrand ausgelegt! Dann wird ein Zeitmarker abgelegt und die Sanduhr wieder umgedreht. Jetzt darf weiter agiert werden.

Je nach Schwierigkeitsgrad wird so eine gewisse Anzahl an Städten dem Spiel immer wieder hinzugefügt, immer wieder ploppen neue Krisenherde rund um den Globus auf.

Ach ja: Während die Uhr steht, dürfen sich die Spieler nicht unterhalten oder beratschlagen. Und das ist gar nicht so einfach, denn es bedeutet, dass Kooperation und Abstimmung immer nur unter Zeitdruck erfolgen kann.

Gespielt und gestresst

Bei unserem ersten Durchgang haben wir auf der einfachsten Stufe knapp verloren, die zweite Partie konnten wir dann schon für uns entscheiden. Nun gilt es, den Schwierigkeitsgrad anzupassen und neue Charaktere mit anderen Fähigkeiten auszuprobieren. Es steckt noch viel Spiel in dieser Schachtel, so viel steht fest.

Doch erst einmal brauchen wir hier eine kleine Pause! Denn man kann schon ins Schwitzen kommen bei diesem Spiel!

Teamwork ist gefragt!

Ein paar Vergleiche noch

Spiele mit Echtzeit-Mechanik (also einer Sanduhr oder einer Stoppuhr, die bestimmt, wie lange die Spieler agieren dürfen) gibt nicht unendlich viele, aber doch einige. Tabu ist wohl eines der bekannteren Spiele mit Sanduhr, Kitchen Rush oder Rush MD etwa, aber auch Captain Sonar oder sogar Project Elite haben das Genre auf die Spitze getrieben.

Ein paar Vorteile, die all diese Spiele gemein haben, sind unter anderem die relativ kurze Spielzeit, die schnell erklärten Regeln und der Heiden-Spaß, den sie machen! Außerdem schließt der Zeitdruck meist aus, dass besserwisserische Alpha-Gamer das gesamte Geschehen auf dem Spielfeld dominieren: dafür ist schlichtweg gar keine Zeit!

Stress, Stress, Stress! Schnell, wir müssen liefern!!!

Für wen ist das Spiel?

Man muss sich auf diesen Stress erst einmal einlassen, das ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Vor allem in der Gruppe muss da der eine oder andere vielleicht erst mal über seinen Schatten springen. Aber zugleich haben alle anderen genauso viel zu tun, wie man selbst, und letztlich ist der Spielsieg wirklich von allen gemeinsam abhängig, in bester Coop-Manier.

Wer also ein schnelles Spiel sucht, mit dem die Spielerunde nach einem langen Arbeitstag mal etwas aufgeheizt werden soll, bevor es mit satten Schwergewichten dann in die lange Nacht geht, der ist mit dem Schnellen Einsatzteam auf jeden Fall gut beraten.

Nach der Partie rauchen die Köpfe, die Augen leuchten, alle sehen einander verwundert an, dass es schon wieder vorbei ist, und doch ist die Erleichterung groß: Jetzt ein Bier aufmachen, und etwas größeres anpacken. Das ist doch ein schöner Abend!

Action pur: Pandemic – Schnelles Einsatzteam!

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