Pocket  Detective

Lese Zeit: 4 Minuten

Lavka Games 2019, Designer: Yury Yamshchikov

1-6 Spieler, 60 Minuten, ab 14 Jahre; (Englisch)


Einmal selbst Detektiv sein

In Pocket Detective schlüpfen die Spieler in die Rolle eines Ermittlers, der zum Mord auf dem Campus einer Universität gerufen wird. Zu Beginn des Spiels erhalten wir dazu ein Briefing vom Captain unseres Departments:

Möglichst schnell sollen wir ermitteln, vor allem, damit die Presse keine Chance hat, in den Fall rein zu pfuschen und unsere Nachforschungen zu beeinflussen. Na gut, wir sind brave Mitarbeiter und machen uns also auf den Weg zur Arbeit.

Zuerst untersuchen wir natürlich den Tatort. Dann aber reisen wir auch zu verschiedenen Orten, die mit dem Fall in Zusammenhang stehen könnten. Die Schwierigkeit bei der Sache: Die Zeit ist immer gegen uns!

Zeit-Symbole links oben zeigen an, dass Zeit vergeht…

Jede Aktion – beinahe jede Karte, die wir umdrehen – verbraucht mehr oder weniger Zeit.

Und je schneller wir den Fall lösen, desto besser: denn wir erhalten am Ende Punktabzüge für jedes bisschen Zeit, das im Spiel vergangen ist. 

Folgen wir einer Spur, die nirgendwohin führt, kostet das ebenso Zeit, wie Fingerabdrücke auswerten, Videomaterial sichten und viele andere Ermittlungsschritte. Und sogar der Ausgang und Erfolg unserer Ermittlungen kann davon abhängen, wie schnell uns unsere Kombinationsgabe auf die richtige Fährte bringt, oder eben nicht.

Und schließlich erzeugen manche Schritte unserer Nachforschung sogar regelrechte Spannungen (etwa im politischen Umfeld), was uns am Ende des Spiels noch viel mehr Punkte kosten kann!

Aber manchmal muss man eben auch in den sauren Apfel beißen, um ans Ziel zu kommen. Oder doch nicht?…

Alles Karten

Pocket Detectiv ist ein reines Kartenspiel. Wir nehmen den Kartenstapel aus der Schachtel, ohne die Reihenfolge zu verändern, und legen die ersten paar Karten den auf Ihnen beschriebenen Anweisungen folgend vor uns aus.

Der Tatort: Ab hier treffen wir unsere Entscheidungen!

Auf diese Weise entsteht zunächst einmal das Bild eines Tatorts, den wir untersuchen können. Von da an treffen wir unsere Entscheidungen, womit wir in unseren Ermittlungen weiter machen. Wir können dann verschiedene Orte aufsuchen, die mit dem Opfer in Verbindung stehen, und die nun als ausgelegte Kartendecks zur Verfügung stehen. Dort treffen wir dann unter anderem wieder Personen, die wir befragen können…

Mit jeder Karte, die wir umdrehen, erhalten wir auf diese Weise weitere Hinweise auf den möglichen Täter, die Hintergründe und die Motive der Tat.

Mehr soll an dieser Stelle gar nicht verraten werden: Das Ermittlungserlebnis ist das Herzstück des Spiels!

Alsdann können wir verschiedene Orte aufsuchen und Hinweise entdecken…

Gesamteindruck

Selbst einmal ein Ermittler in einem Mordfall zu sein, anstatt immer nur anderen im Fernsehen dabei zuzusehen, das ist echt eine spannende Erfahrung! Genaues Lesen, das Erfassen von Hinweisen und ein gutes Quäntchen Kombinationsgabe sind nötig um bei diesem Spiel Erfolg zu haben.

Pocket Detective ist ein sogenanntes One-of Adventure: Es kann also nur einmal gespielt werden. Hat man den Fall einmal gelöst, ist das Kartendeck verbraucht.

Wie bei allen Spielen dieses Genres kann man die kleine Spielschachtel danach zwar auch ins Regal stellen und sich beim Anblick über den erzielten Erfolg freuen; schöner aber ist dann vielleicht das Erlebnis, das kleine Spiel einfach weiter zu schenken. Vielleicht kann man dann sogar den eigenen Highscore mit dem seiner Freunde vergleichen!

Um auszuprobieren, ob diese Art von Spielen einem überhaupt gefällt, eignet sich Pocket Detective in jedem Fall.

Ob man das Spiel in kleiner Runde (1-6 Spieler steht drauf, ich denke aber, mehr als vier sollten es nicht sein) oder solo (meine Empfehlung) spielt: Vielleicht ist es sogar der Einstieg in einer weiterführende Karriere als Polizei-Detektiv?!


Teile diese Seite mit deinen Freunden!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.