Das verfluchte Bildnis: Shadows of Brimstone, Folge 4

Shadows of Brimstone
Lese Zeit: 7 Minuten

Cursed Idol (Swamps of Death, Mission 5, Jargono Adventure Book)

was bisher geschah…

meta.

  • Alexander N´Yosi: HP23, SP17, Indian Scout Level 4, Lantern, Carabine, Indian Hatchet, Trusty Pistol, Void Canary, Authority of O´Tar
  • Sebastian Corbin: HP23, SP15, Preacher Level 4, Judgment Sermon “Weaken”, „Smite“, Blessing Sermon “Heal” und “Foresite”, Book of the Lost, Book of Tarn, Phase Dagger

Der Alte mit dem noch älteren Ding…

…in der Hand kam zu Alex und Sebastian an den Tresen gewankt. Er lallte und humpelte, und zuerst war nicht klar, was genau er eigentlich wollte.

In seiner Linken schwenkte er eine kleine Statuette, die entfernt einem Menschen hätte ähnlich sehen mögen. Ihre diamantbesetzten Augen funkelten einladend, sodass sich Alexander N´Yosi, der indianische Fährtensucher, verstohlen umsah. War durch das Gepolter des Alten noch jemand im Saloon auf sie aufmerksam geworden? Einen offensichtlich so wertvollen Gegenstand schwenkte man doch nicht so einfach in der Luft herum, wo alles mögliche Gesindel auf dumme Gedanken kommen konnte!

„Werte Herren, ihr müsst mir helfen!“, krächzte der Alte. „Ihr seid doch Corbin der Prediger, nicht wahr? Und Alexander N´Yosi, sein treuer Begleiter?“

N´Yosi runzelte die Stirn. „Allein die Reihenfolge der Namensnennung ist eine Diskriminierung“, murmelte er, jedoch so leise, dass der Alte ihn nicht hören konnte.

Corbin schüttelte tadelnd den Kopf. „Fang nicht schon wieder damit an“, flüsterte er zurück und überging damit eine Diskussion, die nun wirklich nicht in diese Zeit passte. Er wandte sich dem Alten zu.

„In der Tat, Väterchen. Doch womit sollen wir dir helfen?“, fragte Corbin.

„Seht her! Diese kleine Statue aus den Sümpfen der Anderwelt Jargono habe ich bei meiner letzten Expedition gefunden und mitgenommen. Ich dachte, ich könne sie zu Geld machen und mich zur Ruhe setzen, sie ist sicherlich sehr wertvoll! Aber bisher konnte ich sie nicht nur nicht verkaufen, das Ding hat nur Unglück gebracht! Und das nicht nur mir, die ganze Stadt leidet unter ihrem Einfluss!“

Die Geschichte des Mannes war abenteuerlich und merkwürdig, ihr Schluss aber umso Besorgnis erregender. Die kleine Statue schien verflucht zu sein, die Gegend litt unter ihrer üblen Aura.

Shadows of Brimstone Eingang Spielbericht
Shadows of Brimstone – Eingang

Sebastian musste Alex nicht einmal überzeugen mitzukommen, um das Ding dahin zurück zu bringen, wo es anscheinend hergekommen war. Den Auftrag anzunehmen gebot die Ehre und der zumindest relativ gesunde Menschenverstand.

Der Weg nach Jargono

Die Anreise gestaltete sich unerwartet einfach. Alexander N´Yosi hatte als erfahrener Scout sofort gewusst, wo sie am besten nach einem Portal suchten, das sie in die Sumpfwelt Jargono bringen konnte, und dort waren sie dann auch ohne Probleme angekommen.

Beim Durchschreiten des Portals gerieten er und der Prediger zwar in eine temporäre Verzerrung, wodurch sie etwa drei Jahre ihres Lebens durch das Phänomen der Spontanalterung verloren, doch störte sie das nicht weiter, da sie aber ohnehin hier im Wilden Westen mit all seinen Monstern nicht erwarteten sonderlich alt zu werden.

Auf der anderen Seite des magischen Tores begann die Suche nach dem antiken Gräberfeld der Eingeborenen, von dem der Alte nach seinen Angaben die Statuette entwendet hatte.

Sumpf

Sie wateten durch Schlamm und Morast, Mücken und alles mögliche Kriechgetier ständig von sich scheuchend. In dieser Welt konnte der Biss einer einzelnen Fliege den Tod bedeuten, und vor allem die besonders unangenehme Hirnaussaugfliege hatte es auf sie abgesehen. Außerdem konnte hinter jedem Busch eine Horde Wilder lauern, oder eines dieser berüchtigten Raptoren-Ungeheuer, die einen Menschen mit einem einzigen Haps verschlingen konnten!

Doch ihr Weg durch Schlamm und Morast blieb selbst vorbei an riesenhaften, alten Gebeinen ohne nennenswerte Zwischenfälle.

Sie entdeckten zwar ein altes Expeditionslager, doch es enthielt nicht viel Brauchbares. Einzig ein noch intaktes Pulverfass schien es wert zu sein, mitgeschleppt zu werden.

Brimstone Jargono Weg
Vorbei am verlassenen Lager

Es musste sich hier um eben jenes Lager handeln, welches der Alte mit seiner Expedition aufgeschlagen hatte, als er in den Sümpfen gewesen war. Sie waren also zumindest auf dem richtigen Weg.

Als sie allerdings das aufgegebene Lager hinter sich gelassen hatten und an eine Weggabelung mit besonders stinkenden Dschungelausdünstungen kamen, war es vorbei mit der unheimlichen Ruhe.

Ein paar alte Bekannte

Es schien, als hätte die berühmteste Gruppe von Banditen in ganz Brimstone in jeder einzelnen Welt, in die Corbin und N´Yosi aufbrachen, eine Dependance errichtet. Denn wieder einmal sahen sie sich mit einem Trupp sehr unfreundlicher Mitglieder der unsäglichen Scafford Gang konfrontiert. Und diesmal waren es nicht nur viele, sie konnten auch noch mit ihren Schießeisen umgehen!

Der Hinterhalt war perfekt gelegt gewesen, und als die beiden Helden endlich realisierten, was eigentlich los war, flogen ihnen die Kugeln der Gegner bereits viel zu dicht um die Ohren. Mit Tomahawk, Pistole, Bibel und Kreuz bewaffnet wehrten sich der Scout und der Prediger gegen die Angreifer, so gut sie konnten, mussten dabei aber fast genauso viel Schaden einstecken, wie sie austeilten.

Es blieb keine Zeit zu lamentieren, irgendwann hatte es ja mal zu einem Kampf in dieser bedrückenden Dunstlandschaft kommen müssen. Aber dann kamen auch noch Schattenspinnen wie aus dem Nichts und mischten sich in die Auseinandersetzung ein.

Shadows of Brimstone Jargono Void Spiders
Jetzt auch noch Void Spiders

Es war wie verhext. Void Spiders und mutierte Banditen zogen an einem Strang! Sie mussten das kleine unheilbringende Statuen-Ding so schnell wie möglich los werden, soviel war klar.

Endlich und mit Mühe brachen Alex und Sebastian sich einen Weg durch die Gegner und ließen sie keuchend und schwer verwundet hinter sich.

Alex versuchte an der nächsten Gabelung dem Weg nach Rechts zu folgen, wo eine Sumpfschnecke  ihm den Weg versperrte. Sie war riesig, schleimig und mindestens ebenso unfreundlich wie eine Scafford Banditen.

Sebastian Corbin probierte derweil den linken Pfad und hatte damit Erfolg: Er rief seinen Gefährten zu sich und gemeinsam betraten sie das uralte, überwucherte, fremde Gräberfeld, das der Alte ihnen beschrieben hatte.

Ein Gräberfeld, natürlich mit Zombies

Shadows of Brimstone
Jargono Gräberfeld – mit Zombies

Sie hatten offenbar die Stelle gefunden, an der sich das Grab der Statue befinden musste, doch wie für ein Gräberfeld üblich, lungerten haufenweise Zombies darauf herum.

Genervt von all den Insekten in der Luft, dem Gestank und der warmen, klebrigen Feuchtigkeit, die ihnen mittlerweile in jede Pore gekrochen war, entsannen sich die beiden Westernhelden ihrer Taschen, und was sie darin für alle Fälle in diese Welt mitgeschleppt hatten: Dynamit!

Dynamit war nicht nur praktisch, es machte auch Spaß! Wenn es nicht so teuer und schwierig zu transportieren gewesen wäre, sie hätte wohl noch mehr davon bei sich gehabt, aber die drei vorhandenen Stangen genügten und taten ihre Arbeit gründlich.

Untote Leichenteile flogen durch die Luft und Zähne und Gebein regneten wie ein unheiliger Segen auf die Gräber herab, als die kleinen roten Bündel inmitten der Leiber detonierten. Kaum ein Zombie kam auch nur auf Armeslänge an die beiden Abenteurer heran und der Explosionslärm schien selbst die Fliegen zu verscheuchen.

Zuletzt warf Sebastian Corbin auch noch das Pulverfass unter die Leute, das sie in dem verlassenen Lager gefunden hatten, und jeder einzelne noch lebende Zombie wurde entweder direkt von dem Entzündungsblitz pulverisiert, oder von herabstürzendem Geröll, Geäst und Gebäum erschlagen, das dem Donner folgte.

Das Grab des Patschupatschu

Shadows of Brimstone
Dynamit, Zombies die Statue

Das Grab hieß natürlich nicht wirklich so, aber es gab niemanden, der die Inschrift hätte übersetzen können, und es machte auch keinen Unterschied, ob es so hieß, oder anders: Hauptsache, die kleine Statue passte irgendwo hier hinein!

Doch nach einigem Suchen hatten sie das richtige Grab mit der kleinen, leeren Nische gefunden und das bösartige Kleinod an seinen Platz zurück gestellt.

Mit einem Mal brach die Sonne durch das Blätterdach, und die drückende Schwere, die auf den Schultern der beiden Abenteurer gelastet hatte, war mit einem Mal verschwunden. Alex und Sebastian fielen sich in die Arme, küssten und liebkosten sich, erschraken darüber fürchterlich, ließen von einander ab und rannten schließlich so schnell sie konnten wieder nach Hause. Über diesen Teil des Endes der Expedition verloren sie niemals auch nur ein einziges Wort.

Der Auftrag war erfüllt, die Ordnung wieder hergestellt. Doch es war nur eine Frage der Zeit, bis wieder etwas geschah, hier in Brimstone. Und dann würden sie wieder bereit sein, Sebastian Corbin, der Prediger und Alexander N´Yosi, der Indianische Scout.


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