Spielbericht: Deckscape – The Mystery of Eldorado

Lese Zeit: 4 Minuten

Jetzt hab ich es endlich mal ausprobiert: Deckscape, ein kleines Escape Room Spiel in einer kleinen Schachtel, bestehend aus (fast) nur einem Kartendeck! Und ich muss sagen: Es hat Spaß gemacht.

Deckscape

Die Escape Room Welle rollt ja bereits seit einigen Jahren durchs Land. Ich bin bisher irgendwie immer davon verschont geblieben – es hat sich einfach nie ergeben – jetzt aber hat´s mich auch erwischt. Auf der Spiel 2021 (die weltgrößte Brettspielmesse in Essen, Deutschland) (meinen Bericht zum Messebesuch findet ihr hier ) gab es eine ganze Menge kleiner Spiele, an denen ich einfach nicht vorbei gehen konnte.

The Mystery of Eldorado erzählt die Geschichte einer Expedition in den Dschungel, die wir leider erfolglos beenden mussten. Weder den Ort noch seine Schätze konnten wir finden, also treten wir ziemlich niedergeschlagen die Heimreise an.
Doch kurz nachdem wir mit unserem kleinen Flugzeug gestartet sind, stürzen wir auch schon wieder ab! Und damit beginnt das eigentliche Spiel mitten im Dschungel…

Die kleine Spielschachtel

Keine Spoiler

So, das ist jetzt eine Herausforderung: Was kann ich über die Story sagen, ohne zu viel zu verraten?

Also: Wir begeben uns auf den Weg durch den Dschungel, müssen dort erst einmal überleben, dann aber doch XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX um die sagenhafte XXXXXXXXXXXXX Eldorado XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX. XXXXXXXXXXXXXXXXXX, XXXXXXXXXXXXXXXX! Zuletzt XXXXXXXXXXXXXXXXXX und wir XXXXXXXXXXXXXXXXXX! Phu!!!

Nur ein Kartendeck

Das Spiel besteht wirklich nur aus einem einzigen Kartendeck (und einem kleinen Extra in der Schachtel), durch das wir uns spielen müssen und so der Geschichte folgen. Diese verläuft dabei größtenteils linear: Falsche Entscheidungen führen also nicht etwa in Sackgassen, aus denen wir nicht wieder heraus kommen, sondern letztlich führen alle Wege zum Ziel.

Die Karten Teilen sich dabei in Orte mit Hinweisen und Rätsel, die alle für sich gelöst werden müssen um voran zu kommen. Für falsche Antworten werden Minuspunkte gesammelt – Schaden sozusagen, den die Spieler einstecken und den sie nur an wenigen Stellen im Spiel heilen können. Dieser Schaden führt jedoch nie zum Tod, sondern resultieren am Ende einfach in Punktabzügen.

Laut Hersteller lässt sich das Spiel mit bis zu sechs Personen spielen, ich selbst habe einen Solo-Durchlauf getestet und schätze, dass es mit bis zu drei Spielern optimal spielbar ist. Die Rätsel und Aufgaben können in der Gruppe diskutiert werden, man muss sich dann aber immer auf eine eindeutige Antwort einigen um den Erfolg oder die Lösung eines Rätsels auch überprüfen zu können.

Spielinhalt: ein Kartendeck… und noch etwas.

Schwierigkeitsgrad und Punkte

Manche der Rätsel im Spiel sind etwas kniffliger, die meisten bleiben aber relativ simpel.

Gespielt wird grundsätzlich gegen die Uhr, und dafür gibt es dann auch die Pluspunkte:

Wer am Ende ein gutes Ergebnis haben will, der darf sich nicht zu viel Zeit lassen! Je größer die Spielegruppe aber ist, desto schwieriger wird es wohl, ein gutes Spieltempo zu halten. Die auf der Schachtel angegebene Stunde Spielzeit für das gesamte Spiel halte ich für etwas zu kurz angenommen, in eineinhalb Stunden ist das Spiel aber auf jeden Fall zu schaffen.

Da die Aufgaben einfach sind und man nicht sterben kann, die Story nicht schwierig oder schrecklich, sondern nett gestaltet ist, eignet sich das Spiel eindeutig vor allem auch für Kinder. Die Schachtel gibt 12 Jahre als Mindestalter an, aufgeweckte Recken können sicherlich auch schon ab 10 Jahren versuchen, das Geheimnis von Eldorado zu lüften. Für Erwachsenen mit weniger Spielerfahrung funktioniert es sicher auch gut, Vielspieler dürfen sich von der etwas kindlichen Aufmachung der Karten nicht abschrecken lassen. Als kleines Spiel zur Auflockerung für Zwischendurch eignet es sich auch für sie.

Einmal spielen, und dann?

Escape Room Spielen ist allen gemein, dass sie nur einmal spielbar sind. Wer die Rätsel einmal geknackt hat, für den hat ein zweiter Durchlauf keinen Sinn. Man kauft das Spiel also, spielt es einmal, und dann?

Ja, dann schenkt man es weiter!

Man kann ein Escape Room Spiel in der Spielegruppe weiterreichen und im Anschluss die erreichten Highscores vergleichen, man kann sich über die Geschichte unterhalten, die man erlebt hat, oder – denn so viel gibt der Inhalt der Deckscapes nun auch wieder nicht her – man schenkt das Spiel einfach jemandem, der noch nicht so viel mit Spielen am Hut hat: Als Einstiegsdroge ins Thema Brettspiele eignet sich die kleine Schachtel allemal!

Und wer freut sich nicht über ein Mitbringsel, wenn nette Freunde mal wieder zu Besuch kommen?

Unser nächstes Deckscape verschlägt uns übrigens nach Venedig, wo wir als erfahrene Diebe im ältesten Casino der Welt den berühmten 1 Milliarde Euro Chip stehlen sollen! Mal sehen, wie das zu zweit dann klappt!

Deckscape: Heist in Venice

Und nun zu noch etwas anderem…

Bevor ich es vergesse, noch ein Hinweis in eigener Sache:

Diese Woche ist eine neue Video-Reihe von mir auf Youtube online gegangen!

In diesen Videos spiele ich das erste Szenario der dritten Kampagne durch – Die vergessene Welt: Die ungezähmte Wildnis. Passt irgendwie zu Eldorado, ist aber sicher nichts für Kinder! 🙂

Neue Videoreihe zu einem meiner absoluten Lieblingsspiele!

Schaut rein, wenn euch das Spiel interessiert, jeder Like hilft dem Kanal!


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