Doom Machine, die Spiele der letzten Monate, und was zur Zeit rasant auf uns zukommt

Lese Zeit: 7 Minuten

Diese Woche musste ich mal wieder zur Post, um einen Kickstarter aus den USA aus den Fängen des Zolls zu befreien. Gewesen ist es dann ein winziges Paket mit noch winzigerem Inhalt: Die Doom Machine hat die Größe einer Pfefferminzbonbon-Schachtel, und doch droht sie, die Welt zu vernichten!

Also habe ich sie ganz schnell ausgepackt und sofort gespielt!

Doom Machine

Das Mini-Solo-Spiel von Nathan Meunier ist ein Würfel- und Kartenspiel, bei dem wir unsere Würfel einsetzen, um die immer mächtiger werdende, namensgebende Doom Machine zu bekämpfen und schließlich den Doom Core zu zerstören, bevor wir selbst unter seine Räder kommen.

Spielaufbau: Doom Machine

Wir starten mit fünf schwarzen Würfeln, die wir am Anfang unseres Zuges werfen und die wir dann auf den einzelnen Maschinenteilen (Karten) platzieren können, um deren Würfel herunterzudrehen und so schließlich zu zerstören.

Haben wir all unsere Aktionen ausgeführt, kommt die Doom-Maschine zum Zug und macht böse Sachen, das heißt hauptsächlich: uns angreifen und sich selbst verstärken.

Würfel, die wir auf unseren Schilden platziert haben, verhindern Schaden, der sonst auf unserer Lebenspunkteleiste heruntergezählt wird. Besiegte Karten geben uns die Würfel der Karten in unseren Würfelpool dazu, der auf diese Weise langsam anwächst. Das ist wichtig, denn auch die Doom Machine wächst nach jedem Zug um eine Karte vom Doom-Kartenstapel. Die letzte Karte in diesem Stapel ist dann der Doom Core: Diesen müssen wir besiegen um das Spiel zu gewinnen.

Wir verlieren, wenn wir tot sind, bevor wir diesen Doom Core besiegt haben.

Und ich muss sagen: Tolles Spiel!

Gelernt ist es in fünf Minuten, aufgebaut in nur einer, und gespielt in zehn bis zwanzig Minuten, der Herausforderungsgrad ist mittelhoch, und wenn man es schafft eine Kettenreaktion auszulösen, ist das so richtig befriedigend. Und dann will man auch gleich nochmal spielen, weil´s so schön war – oder weil man schon wieder nur knapp verloren hat!

Den Schwierigkeitsgrad kann man anpassen: Je mehr Karten im Doom-Stapel sind, desto schwieriger wird das Spiel. (Für Anfänger nimmt man zu Beginn sechs Karten aus dem Stapel, da ist viel Raum für eine Steigerung.) Außerdem hat die Spielerkarte auch eine Rückseite, auf der man weniger Schilde hat, und zudem weniger Möglichkeiten, den eigenen Würfelwurf zu manipulieren (ein paar Würfel können nämlich hoch- und runtergedreht oder neu geworfen werden).

Wie gesagt, tolles Spiel.

Hier geht´s zur Homepage des Indie-Autors:

www.nathanmeunier.com

und hier findet ihr ein Youtube-Video zu Doom Machine

Rückblick Juli bis September 2021

Ja, und da war noch was.

Ich durfte ziemlich viel schuften die letzten Monate (also Arbeiten, um Geld zu verdienen), jetzt kommt der Winter und da ist immer mehr Zeit für Spielen, Basteln, Malen! Juhuu!

Trotzdem ist ein bisschen was passiert die letzten Wochen.

Railroad Ink haben wir erst am Badesee gemeinsam gespielt, dann haben wir uns die App aufs Tablet geholt, und immer noch ist es eins unserer meistgespielten Spiele zur Zeit: Würfel werfen, Straßen und Bahnlinien einzeichnen, Punkte sammeln, das wird einfach nie langweilig.

Mit Helden von Terrinoth und  Escape the Dark Sector habe ich gleich zwei Abenteuerkartenspiele ausprobiert. Die Helden von Terrinoth bleiben auf jeden Fall in der Sammlung, das Spiel will ich weiter spielen, auch wenn es nicht mehr produziert wird. Escape the Dark Sector ist hingegen für meinen Geschmack etwas leichtgewichtig, das werde ich wohl wieder veräußern. Schließlich habe ich in dieser Kategorie schon einige andere Spiele, die mit etwas mehr Tiefe eher meinen Ansprüchen entsprechen.

Auf der Bastelseite ist leider nicht viel passiert, aber gleich zwei Armeen parallel zur Arbeit fertig zu stellen, darauf bin ich tatsächlich ein wenig stolz: Im Juli sind die Daqan (Menschen) für Runewars fertig geworden, und im September dann die Waiqar (Untote), meine zweite Armee für dieses Tabletop-Miniaturenspiel. Nun können endlich zwei Armeen gegeneinander zu Felde ziehen. Ich bin gespannt, wann das dann auch passiert…

Nach langer Zeit habe ich dann auch meine beiden Helden im Wilden Westen wieder mal aktiviert und Pater Sebastian und seinen Begleiter, den Scout N´yosi losgeschickt, und zwar auf eine Reise ins Weltall: Durch ein Portal in einer alten Mine sind die beiden auf ein durchs Universum treibendes Raumschiff gestoßen, auf dem es von feindseligen Robotern und untoten Astronauten nur so wimmelte. Pater Sebastians Tod hat die Kampagne leider abrupt beendet, die Geschichte (den letzten Spielbericht der Reihe) findet ihr hier:

Shadows of Brimstone, Folge 5: Lost in Space

Untote Astronauten im Derelict Ship

Dafür warten aber auch schon eine Menge neuer Minis auf ihre Fertigstellung, vor allem bei Shadows of Brimstone geht´s dann auch endlich mal ins feudale Japan. Freu mich schon drauf!

Mit Lux Aeterna und Under Falling Skies habe ich mir schließlich noch zwei weitere Solo-Brettspiele angesehen, und vor allem Under Falling Skies hat mich wirklich umgehauen. Das ist ein geniales, forderndes und spannendes Spiel, das wirklich immer Spaß macht! Hier bin ich vor allem gespannt auf die Kampagne, die in der Schachtel noch immer auf mich wartet.

Ach ja, und von Chronicle X ist dann noch die zweite Kickstarter-Welle angekommen, und das heißt: noch mehr Minis, bessere Komponenten, und jetzt will ich auch dieses Spiel bald mal spielen! Grundiert sind die Figuren schon, jetzt muss nur noch Farbe drauf…

Chronicle X

Dazwischen haben wir auch noch ein paarmal den Mars terrageformt (Terraforming Mars) und Magic (Magic the Gathering) kommt bei uns ebenfalls immer wieder mal auf den Tisch.

Und apropos Kickstarter, das hab ich seit Anfang Juli Crowd-gefundet:

Crowdfunding

Das war ja diesmal gar nicht sooo viel.

Aber mal abwarten, jetzt kommt schließlich die Spiel 2021 mit Riesenschritten auf uns zu, und diesmal hab ich noch keine Ahnung, was mein Einkaufslimit sein wird; ich weiß nur, dass ich mit dem Auto da bin, das heißt, ich hab viel mehr Platz, als in nur einen Koffer wie sonst! (*Zitter-zitter-freu*!)

Ausblick in den Herbst

Malen und Basteln

Für Chronicle X muss zumindest die Grundbox schnell fertig werden. Für Middara liegen immer noch eine Hand voll Figuren rum, das hätte ich auch gern mal abgeschlossen. Und für Warmachine habe ich dummerweise drei neue Einheiten gekauft, die möchte ich zumindest zusammenbauen. Ansonsten: Es gibt genug zu tun, um auch spontan beschäftigt zu sein.

Spielen

7th Continent muss ich endlich mal einen Fluch abschließen, und wenn ich das Spiel von vorne anfangen muss. Runewars wäre schön, mal eine Partie unterzukriegen, auch X-Wing muss wieder mal auf den Tisch. Kleine Spiele gibt’s ja genug, aber Gloomhaven sieht mich immer vorwurfsvoll an, wenn ich ins Spielezimmer komme: „Spiel mich, spiel mich!!“ Na gut, das muss ja dann wohl mal sein. Aber da fang ich nicht von vorne an!

Die Messe: Spiel 2021 in Essen

Und ja, dieses Jahr findet sie wieder statt, die Spiel 2021, die weltgrößte Brettspielmesse, und wir sind auch wieder dort! Die Flyer für Spielebaron sind gedruckt, vielleicht gibt’s auch noch T-Shirts, vor allem aber wächst die Interessen-, Wunsch- und Einkaufsliste seit einer Woche in bedenklich schnell an. Ich bin gespannt, aufgeregt und ich freu mich total auf den Messe-Wahnsinn, diesmal über volle vier Tage!

Wenn alles klappt, erscheint hier auf dem Blog und auch auf dem verwandten Youtube-Kanal ein zeitnaher Vlog, quasi als Livebericht von der Messe! Schaut da auf jeden Fall rein, oder sagt vielleicht auch direkt auf der Messe „Hallo!“, wenn ihr da seid! Bis dann!


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